Montag, 15. August 2016

Pommes in der Dose - was schenk´ ich zur Geburt ***nachhaltig leben***

Ich freu mich jedes Mal über alle Maßen, wenn ein Kind geboren wird. Kinder sind etwas Wunderbares, Einzigartiges und ich möchte nicht mehr ohne den Minimonsieur sein. In meinem Umkreis sind gerade einige Kinder geboren und jedes Mal wieder beschäftigt mich die Frage: wie kann ich meiner Freude über dieses kleine Menschlein Ausdruck verleihen, wie kann ich aber auch den Eltern eine Freude machen? Stichworte:  die 12te Babyrassel, noch ein Body oder vielleicht schon Sandspielzeug? Ich möchte eigentlich keine Dinge mehr schenken, vor allem, weil ich der Meinung bin, dass die meisten Eltern (zumindest in meinem Umkreis) genug für ihre Kinder haben. Also gebe ich entweder meine Erfahrung weiter (sofern sie benötigt wird) oder meine Zeit oder - so wie bei der Geburt der kleinen Greta - etwas ganz Besonderes: Friedenswein. 



Was das ist und wie es dazu kam? Hier weiterlesen:


Freitag, 22. Juli 2016

Energiekugeln - Verwertung der Zucchinischwemme aus dem Solarofen ***nachhaltig leben***

Zucchinischwemme! Ich habe zwei Pflanzen im Garten und es gibt jetzt also wieder Zucchini in jeder Form bei uns: als Puffer, gefüllt, zu Pasta, als Antipasti,...

Außerdem probiere ich ein bißchen in meinem Solarofen rum:

  • letztes Jahr habe ich bereits Zucchiniwürfel getrocknet, die gab´s dann im Winter als Risotto. War lecker, aber nicht umwerfend.
  • zusammen mit Möhren, Knobi, etwas Olivenöl, Brennessel und Zwiebel habe ich einen Auftsrich gemacht. Auch lecker, habe leider etwas viel Knobi genommen.
  • meine neuste Idee: getrocknete Zucchini als Zutat in Energiekugeln zu verwenden.


Gemüse in einer Süßigkeit??

Zucchini sind ja ziemlich geschmacksneutral, deswegen fand ich die Idee eigentlich ganz naheliegend. Außerdem gibt es ja auch Kuchen mit Kürbis, Zucchini oder Möhren. Ich habe also eine Frucht zusammen mit 3 Äpfeln, die noch vom letzten Herbst übrig waren und deswegen schon sehr reif, gewürfelt (Kantenlänge etwa 1,5-2cm) und im Solarofen einen Nachmittag lang getrocknet. Allerdings nur so lange, bis die Würfel beim Draufdrücken noch etwas nachgegeben haben. Es war also noch nicht alle Flüssigkeit entwichen. Leider habe ich vergessen, ein paar Stücke auf zu bewahren und sie über den Winter zu lagern, um zu sehen, ob das gut ginge ohne Schimmel. Aber da ich so begeistert bin von der Idee und dem Endergebnis, werde ich das bestimmt noch mal machen und dann denke ich dran. 

Die Apfel-Zucchinimischung habe ich dann als Grundlage für Energiekugeln genutzt. Das sind kleine Pralinen, allerdings ohne zusätzlichen Zucker und mit Zutaten, die schnell Energie schenken und deswegen der ideale Zwischendrin-Snack sind. Die Idee dazu gab´s bei Lisa und Michael vom Experiment Selbstversorgung....




Ich habe genommen:


Dienstag, 19. Juli 2016

Aus 2x alt mach 1x NEU: zwei T-Shirts werden zur neuen Bubenhose ***nachhaltig leben***

Der Herzensbube liebt Leggings - die bei uns "Gemütlichhosen" heißen. Leider gehen die so scheußlich schnell kaputt. Deswegen nähe ich immer mal wieder ein neues Exemplar - immer dann, wenn hier gerade T-Shirts anfallen, die diese fiesen kleinen Löcher irgendwo haben oder unter den Armen zerschlissen sind oderoderoder. Die jedenfalls nicht mehr als T-Shirt für seinen ursprünglichen Träger taugen und deswegen zum Ucyceln in meiner Stoffkiste landen.

Heute, am Creadienstag, gab´s eine aus-2-mach-1-Hose:


2 T-Shirts derselben Stoffqualität, jedes für ein Bein. Kommentar vom Herzensbub: "Mama, so eine Hose hab ich mir schon immer gewünscht!" Hose wurde sofort angezogen und den Kumpels präsentiert.

Freitag, 15. Juli 2016

Plastic Free July: Brot im Beutel statt in der Tüte ***nachhaltig leben***

Wenn ich mein Brot kaufen gehe, dann streckt mir meine Bäckereifachverkäuferin schon immer erwartungsvoll die Hände entgegen: sie kennt mich und weiß, dass ich (meistens) meinen Brotbeutel mitbringe. in den ich Brot, Brötchen und auch Kleingebäck gern verpackt haben möchte. Das geht auch völlig problemlos - ich glaube, sie freut sich immer ein bißchen.. ´s isch jo fascht wie damols....




Den  Beutel habe ich mir aus einem alten Bettlaken genäht (Reste vom Brautkleid...): er ist also aus reiner Baumwolle und gut waschbar. Die Inspiration dazu hatte ich aus dem Buch "Statt Plastik" von Jutta Grimm. Nun ist ja die Bäckertüte nicht wirklich aus Plastik - aaaaber: auch diese Papiertüte wird einmal genutzt und dann weggeschmissen. Natürlich gibt´s auch noch die, die darin ihren Biomüll sammeln oder die Tüte auch noch ein paar Mal als Vespertüte nutzen oder so. Ein Wegwerfartikel bleibt´s dennoch. Und das will ich einfach nicht mehr: Dinge nur ein mal nutzen und dann wegtun. 




Und deswegen ist auch diese Idee was für den Plastic Free July. Die Beutel lassen sich nämlich in Serie herstellen und noch für verschiedenes anderes verwenden: ich lagere zum Beispiel auch mein altes Brot darin: es liegt dort luftig, so dass es nicht schimmeln kann, aber dennoch geschützt. 

P.S.: Nein, dieser Post ist nicht vom Verlag gesponsort - ich finde das Buch einfach klasse und schreibe aus allein diesem Grund darüber!

Mittwoch, 13. Juli 2016

DIY Deo - drei Zutaten und kein Achselgeruch mehr ***nachhaltig leben***

Nachdem ich darüber geschrieben habe, dass ich meine Shirts jetzt nicht mehr täglich wechseln muss, weil sich mein Achselgeruch so verringert hat, ist mir aufgefallen, dass ich noch gar nicht das geniale Rezept zur Herstellung meiner Deo-Creme verbloggt habe. Das hole ich hiermit nach!

DIY-Deocreme aus drei Zutaten

Genau wie meine Zahnpasta stelle ich meine Deocreme aus Kokosöl her. Im Endeffekt handelt es sich um eine sehr ähnliche Zusammensetzung, das Xylith lasse ich natürlich weg, dafür kommen noch ein paar Tropfen ätherisches Öl rein, das ist gut für den Geruch und hat vielleicht noch weitere Wirkungen (wie bei mir *g*)




Rezept für plastikfreie, vegane DIY-Deocreme:


  • 3TL Kokosöl
  • 2TL Natron
  • 10 Tropfen ätherisches Öl, in meinem Fall Salbeiöl. Salbei ist ausgesprochen schweißhemmend. Außerdem hat es eine zusammenziehende und desinfizierende Wirkung und es riecht sehr lecker, wie ich finde. Das ist natürlich Geschmackssache bzw. Geruchssache. Probier doch einfach andere Öle aus, ich bleibe bei Salbei, das passt am besten zu mir.


Das Kokosöl ggf. etwas anwärmen, das Natron und das Öl untermischen. Fertig. 

In vielen Rezepten wird noch Stärke beigemischt, die lasse ich weg. Sie hat ausschließlich eine andickende Wirkung, die ich nicht brauche. Das Kokosöl ist schön cremig, ich lasse es ein bißchen einziehen, bevor ich mich anziehe und die Wirkung ist perfekt. 

Es gibt Berichte von Menschen, die das Natron nicht so gut vertragen. Ich habe direkt nach dem ich meine Achseln rasiert habe, auch rote Pickelchen bekommen, deswegen warte ich nach dem Rasieren jetzt ein bißchen. Aber ansonsten habe ich anscheinend eine robuste Haut und vertrage das Natron gut, auch wenn es sich manchmal ein bißchen rau anfühlt. 

Was diese Deocreme für mich wirklich unschätzbar macht, ist der Umstand, dass meine Shirts nicht mehr stinken. Früher hatte ich oft Oberteile, die einfach nach einer Weile den Geruch meines Schweißes angenommen haben. Das passiert mir mit dieser Deocreme nicht mehr. Vielleicht trägt auch der Umstand, dass ich zusätzlich zum Waschmittel noch Essig in die Waschmaschine tue, dazu bei. Jedenfalls habe ich Probleme mit müffelnden Shirts nicht mehr. 

Und das ist ein wirklich nachhaltiger Effekt für mich, weil ich meine Kleidung wieder mit mehr Genuss tragen kann und mich nicht gegen Abend selbst rieche. 

Donnerstag, 7. Juli 2016

Plastic Free July: Hafermilch selber machen ***nachhaltig leben***

Es ist wieder Juli - plastikfreier Juli. Meine persönliche Herausforderung dieses Jahr: Getreide- oder Nussmilch selber machen, denn tierfreie Alternativen sind ja schön und gut, wenn ich sie aber nur in Tetrapacks kaufen kann, dann ist´s nicht mehr gut. 

Ich benutze Getreidemilch oder Kuhmilchalternativen eigentlich hauptsächlich für meine Goldene Milch am Vormittag. 
Wichtig bei der Herstellung: Ich wollte eine Basis, die regional hergestellt wird und auch plastikfrei zu beziehen ist, dazu gern günstig UND lecker. 


  • Soja gibt´s zwar tatsächlich hier in der Region, kann ich aber nur in Plastik verpackt kaufen - keine Alternative. Außerdem ist mir dieser Sojazwang irgendwie zuwider - bloß, weil ich was tierfreies will, muss es doch nicht Soja sein, was einfach oft aus Südamerika kommt und irre lange Transportwege hat.
  • Nüsse: gibt´s auch regional und dann nur natürlich verpackt (sprich in Schale). Ich ersteigere gerade eine größere Menge Walnüsse - aber die zu knacken ist dann auch erst mal ne Nuss! Nüsse sind außerdem teuer und von meinem Gefühl her besser in anderen Dingen aufgehoben (Müsli, Kuchen, etc.)
  • Mandeln: kommen wohl meistens aus Kalifornien - und dort herrscht Wasserknappheit. Unser Mandelhunger verschlimmert das Problem, also kommt das eigentlich für mich nicht in Frage (auch wenn ich AB UND ZU mal ein Pack Mandelmilch kaufe, weil ich sie so gern mag .. jetzt wo ich das schreibe, hau ich mir gerade selber welche hinter die Ohren: das lass ich in Zukunft mal schön bleiben, wo es doch Alternativen gibt!)
  • Reis: null regional, lange Transportwege, hoher Wasserverbrauch beim Anbau. Keine Alternative.
  • Hanf: spannend, aber auch nicht regional. Irgendwie auch ein bißchen zuuu speziell.


Bleibt also Getreide! Was ich regional  (also aus Baden-Württemberg oder Österreich) und in Papier verpackt ist Buchweizen, Gerste, Dinkel und Hafer. Gleich vorweg: Buchweizen finde ich fies! Geht gar nicht. Hab´s ausprobiert und sofort aus meinen Gedanken gestrichen. 

Also Hafer oder Dinkel oder Gerste. Letzteres habe ich noch nicht ausprobiert, Gerste fand ich zu "getreidig" und ging auch nicht gut zu pürieren (hätt ich vielleicht doch einweichen müssen...?), aber Hafer: Lecker, simpel, empfehlenswert.



Ich nehme:

40g Hafer im ganzen Korn
300ml Wasser

Ich liebe es, wenn etwas einfach zu produzieren ist  - also kein langes Eingeweiche, Hin- und Hergegieße usw. Ich nehme einfach den Hafer und püriere ihn mit dem Wasser, bis die Flüssigkeit milchig ist und die Getreidequetsche so fein, dass sie sich nicht weiter pürieren lässt. Dann gieße ich das Ganze durch einen Damenstrumpf, so dass der Feststoff zurück bleibt. Das Ergebniss: Nicht schleimig, schön sähmig, schmeckt fast neutral.

Jetzt weiß ich, dass da gleich Einwände kommen von wegen der Phytinsäuren, die erst durch Einweichen abgebaut werden. Ich habe dazu diesen Artikel gefunden und entscheide für mich, dass ich a) eh nicht so viel "rohe" Hafermilch trinke und b) mich so abwechslungsreich ernähre, dass ich die Auswirkungen vernachlässigen kann. 

Aber da sind wir halt wieder bei dem Punkt: schau hinter die Dinge! Ist die Alternative echt eine Alternative oder springst Du auf einen Zug auf, auf dem gerade eh die meisten mitfahren? Wieviel besser ist es, tierfrei zu leben aber dafür einen Haufen Verpackungsmüll zu produzieren?

Ich wünsche Dir, dass Du da Deinen Weg findest, Dein Maß, so mit Deiner Umwelt und mit Dir um zu gehen, dass Du es guten Gewissens vertreten kannst.

Dienstag, 5. Juli 2016

"Vieles bin ich gewesen, doch am Ende nichts" - [Buchempfehlung]

Vor Jahren habe ich schon mal Tiziano Terzanis "Das Ende ist mein Anfang" gelesen und war berührt. Und jetzt ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe es mit ganz anderen Augen lesen können.

Ich möchte es heute Dir ans Herz legen: ein wunderbares, empfindsames Buch über einen großen Mann und seine Lebensgeschichte. 

"Das Ende ist mein Anfang - ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens"





Tatsächlich ist "Das Ende ist mein Anfang" so etwas wie eine Autobiografie: Folco Terzani, Tiziano Terzanis Sohn hat die letzten Gespräche mit seinem im Sterben liegenden Vater aufgezeichnet und in diesem Buch nieder geschrieben. Sein Vater bat ihn darum: er wollte seine Lebensgeschichte festgehalten wissen, der große Journalist, der aus so armen Verhältnissen stammte, dass die Familie am Sonntag in die große Stadt ging, um reichen Leuten beim Eisessen zu zu gucken. Seine Lebensgeschichte, die geprägt war von seiner Begeisterung für Asien und seinem spirituellen Weg zu sich selbst. 

Ich liebe Biografien solcher Menschen - diese hier ist noch persönlicher als alles, was ich bis jetzt gelesen habe. Das ganze Ungeschminkte, die ganze Leidenschaft, die Terzani in seine Worte legt, sind so authentisch, dass ich mich auch in Orsigna zusammen mit den beiden sitzen und gebannt zuhören sehe. 

Die Geschichte dieses einzigartigen Lebens, von dem Tiziano Terzani selbst sagt, dass es gar nicht so besonders gewesen ist, empfehle ich Dir heute als Lektüre - mach Dir Dein eigenes Bild vom Spiegel-Journalisten, Vater, Ehemann, Asketen und Lebemann, Asien-Fan, einfach vom Menschen Tiziano Terzani.